Herbsttagung 2016

Ambulante Dienste der Eingliederungshilfe als Arbeits-, Ausbildungs- und Anleitungsfeld in der Heilerziehungspflege

Das Thema der diesjährigen Herbsttagung der Landesarbeitsgemeinschaft war nah dran an den jüngeren und jüngsten Entwicklungen in der Eingliederungshilfe: Ambulante Dienste wurden als Arbeits-, Ausbildungs- und Anleitungsfeld für Heilerziehungspfleger/innen referiert, erörtert und diskutiert.

Mit fast 90 Teilnehmern war diese Tagung gut besucht; und das liegt nicht nur an der (fast) zentralen Lage des Gertrud –Bäumer–Berufskolleg in Lüdenscheid und der freundlichen Einladung und Begrüßung durch die Schulleiterin Frau Ulla Wortmann–Mielke!

Das Thema war zuvor mit großer Mehrheit von den Mitgliedsschulen gewählt worden, der LAG-Vorstand hatte den Auftrag verstanden und durch die Auswahl kompetenter Referenten und Moderatoren gut umgesetzt. Die verschiedenen Perspektiven, die im Verlauf des Vormittages auf die Ambulanten Dienste geworfen wurden, erlaubten den Teilnehmern differenzierte Einblicke.

Frau Marianne Philipzig referierte als Pädagogische Leitung der Lebenshilfe e. V. zum Thema „Wohnen für Menschen mit Behinderung unter dem Einfluss der UN Konvention“. Unter dem „Lokalkolorit“ Viersener Wohnmöglichkeiten wurde den Zuhörern das komplexe Angebot von Dienstleitungen und deren Vernetzung im ambulanten Wohnbereich sehr bewusst gemacht. Unter der Maßgabe der Personalien und der Mitarbeiter folgte der zweite Themenschwerpunkt durch Gerd Neumann, Personalleiter der Ev. Stiftung Hephata, Mönchengladbach. Sein Thema lautete: „Ambulant und Inklusiv. Herausforderung für das Berufsbild Heilerziehungspfleger/in“

Als Experte in eigener Sache sprach anschließend Thorsten Wörheide. Die „eigene Sache“ sind hierbei seine Behinderung und die umfassenden Erfahrungen mit der Anforderung und Vernetzung ambulanter Dienstleistungen. Herr Wörheide war mit zwei seiner Assistenten angereist und ließ keinen Zweifel daran, dass bei der Koordination ambulanter Dienstleitungen noch Potential nach oben ist!

Nach der Mittagspause vertagte man sich mit den Fachleuten in kleinere Arbeitsgruppen. Neben den Referenten–Tischen wurden zwei weitere Thementische im Rahmen des „World Cafe´s“ angeboten. Eleonore Schäfer und Ines Bangel als kürzlich examinierte Heilerziehungspflegerinnen sprachen zu den Anforderungen an Berufspraktikanten im Ambulanten Dienst. Der Thementisch für die Lehrerseite wurde von Alexandra Kramer geleitet.

Die kleineren Gesprächskreise ermöglichten den Austausch von Standpunkten, Nachfragen an die Referenten und intensive Diskussionen. Sie rundeten den äußerst informativen Tag in Lüdenscheid ab. 

Herzlichen Dank an die Referenten für die Fülle von Informationen zum Thema und für die Bereitstellung ihrer Referate für die Seite der LAG HEP! (WR)