Herbsttagung 2018

Digitalisierung als Herausforderung für Lernende und Nutzer - Auswirkungen auf das Arbeitsfeld und die Ausbildung der HEP und HEH

 

Die Digitalisierung des Alltags stellt uns alle vor enorme Herausforderungen. Dies gilt besonders auch für Menschen mit Beeinträchtigungen, für die in der Digitalisierung aber gerade auch große Chancen zur Förderung der sozialen Teilhabe und Inklusionliegen.

Auf der diesjährigen Herbsttagung der LAG HEP NRW e.V. am Donnerstag, 22.11.2018 in der Liebfrauenschule Geldern – Berufskolleg des Bistums Münster bildeten sich ca. 75 Fachlehrer/innen zu diesem aktuellen Thema weiter. Als Vertreter/innen der nordrhein-westfälischen Fachschulen für Heilerziehungspflege sowie der Berufsfachschulen für Sozialassistenten mit dem Schwerpunkt Heilerziehung nahmen sie viele Anregungen für die Ausbildung in Theorie und Praxis mit.

Durch die zukunftsweisenden Vorträge der Referenten des PIKSL Labors aus Bielefeld*1 sowie der Referenten von barrierefrei kommunizieren! aus Bonn*2  erhielten die Teilnehmerinnen und Referenten des PIKSL-Labors BielefeldTeilnehmer am Vormittag vielfältige Informationen und Einblicke in die derzeitigen Möglichkeiten und Umsetzungen der Digitalisierung.

Am Nachmittag ermöglichten anschließende Workshops eine weitere Vertiefung, z.B. durch praktische Beispiele zur barrierefreien Kommunikation mittels Digitalisierung, die Möglichkeit der exemplarischen Erprobung dieser und natürlich den Austausch mit den Experten und den Fachkollegen/innen.  Chancen und Risiken dieser Entwicklungen, auch bei effektiver und zielgerichteter Nutzung digitaler Medien in der Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen, wurden ausgelotet und diskutiert.

Referenten von barrierefrei kommunizieren-Bonn  

Die Fachtagung machte allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern deutlich, dass wir vor großen Veränderungen und Herausforderungen in Ausbildung und Praxis stehen. Es werden sich nun Überlegungen anschließen, wie man diese Erfahrungen und Informationen im Sinne einer inklusiven Medienpädagogik auch den künftigen

Heilerziehungspflegern/innen und den Sozialassistenten/innen mit dem Schwerpunkt Heilerziehung nahe bringt. Die Auszubildenden werden mit den neuen Entwicklungen auf dem Markt der Digitalisierung konfrontiert werden, sich diesen stellen, sich vertraut machen und Kompetenzen für Anleitungsprozesse erwerben. Dann können auch Menschen mit Beeinträchtigungen fachlich kompetent informiert und beraten werden, weil die gewünschte Nutzung durch entsprechend kompetente Fachkräfte begleitet und angeleitet werden wird. Spannend wird der Vermittlungsprozess in der (fach-)schulischen Ausbildung.

Die Referenten stehen auf Anfrage für Exkursionen ins PIKSL Labor, für Projekte oder für Gastvorträge an Schulen zur Verfügung und nutzen den regen Austausch auch für eigene Entwicklungs-ideen ihrer Projekte.

 

*1 PIKSL = Personenzentrierte Interaktion und Kommunikation für mehr Selbstbestimmung im Leben   (Referenten: Frau Nowakowsi, Herr Koepsel, Herr Ratzmann), PIKSL Labor in Bielefeld

*2 ein Projekt der Technischen Jugendfreizeit- und Bildungsgesellschaft (tjfbg gGmbH) das sich für die berufliche und gesellschaftliche Teilhabe Menschen mit und Behinderung mit Hilfe moderner Informations- und Kommunikationstechnologien einsetzt, Standort Bonn (Referenten: Frau Nehring und Herr Naujoks)

 

Zum Zeitungsartikel (Niederrhein Nachrichten S. 3)