(Sozial-)Versicherungspflicht für Studierende der Fachschulen?

Bei der (sozial-)versicherungsrechtlichen Beurteilung von Studierenden an Fachschulen des Sozialwesens gilt folgende Rechtslage: Die Ausbildung zur staatlich anerkannten Heilerziehungspflegerin/zum staatlich anerkannten Heilerziehungspfleger ist nicht bundeseinheitlich geregelt. Auch in Nordrhein-Westfalen existieren zwei Ausbildungsformen parallel:

Bei einer klassischen (zweiphasigen) Ausbildung, in der nach zwei Jahren fachtheoretischer Ausbildung an der Fachschule (Schulische Ausbildung) mit Praxisanteilen (Zwischenpraktika) und einem Jahr fachpraktischer Ausbildung in Praxiseinrichtungen (Berufspraktikum) mit schulischen Begleitveranstaltungen finden im dritten Jahr der Ausbildung die Vorschriften sinngemäß wie für andere „duale" Ausbildung statt. Es wird eine Vergütung für Praktikantinnen und Praktikanten gezahlt und gilt als (sozialversicherungspflichtige) Beschäftigung.  Der schulische Ausbildungsteil endet nach zwei Jahren.

Es liegt Versicherungsfreiheit vor, wenn der Studierende der Fachschule für Heilerziehungspflege eine praxisintegrierte (einphasige) Ausbildung absolviert. Dann findet ein regelmäßiger Wechsel von fachtheoretischer (schulische Ausbildung) und fachpraktischer Ausbildung (Zwischenpraktika) in Praxiseinrichtungen über die gesamte Ausbildungsdauer mit einer einheitlichen Abschlussprüfung nach drei Jahren statt. In dieser Ausbildungsform erfüllen die (Zwischen-)praktika als Bestandteil der schulischen Ausbildung nicht den Tatbestand einer Beschäftigung. Es besteht somit Versicherungsfreiheit in allen (Sozial-)Versicherungszweigen. 

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/329678/publicationFile/63574/november_2013_top_3_anlage.pdf